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Ökumenisches Friedensgebet

Fahne der Ukraine
Datum:
22. Jan. 2024
Von:
Markus Dörstel

Der 24. Februar ist ein Tag, der Trauer und Schmerz auslöst. Vor zwei Jahren überfielen auf Befehl von Präsident Wladimir Putin russische Truppen die Ukraine. Seit diesem Tag steigt die Zahl der Toten und Verletzten täglich. Die Zerstörungen in ukrainischen Dörfern und Städten sind immens. Millionen Menschen sind aus der Ukraine geflüchtet und suchen Schutz in anderen Ländern.

Seit Beginn des Angriffs kommen jeden Samstag um 12.00 Uhr  in der Kirche St. Marien Menschen zu einem ökumenischen Friedensgebet zusammen. Die Frage, die oft gestellt wird: Hilft beten? 
Die Beterinnen und Beter finden im wöchentlichen Friedensgebet einen Ort, ihren Gefühlen, ihren Gedanken und ihren Bitten Ausdruck zu verleihen. Dabei geht es um mehr als um eine persönliche, innere Ausgewogenheit. Vielmehr wollen sie sich nicht mit Terror und Gewalt abfinden, sondern im Hören auf biblische Worte dem Hass und der Gewalt die Verheißung von Frieden entgegensetzen. Die Fürbitten sind ein Ausdruck solidarischer Verbundenheit – vielleicht ein schwacher Ausdruck, aber ein notwendiger. Auch wenn wir es mitunter wünschen, greift Gott nicht unmittelbar ein. Und doch dürfen wir der Verheißung trauen, dass Gewalt und Zerstörung nicht das letzte Wort haben und dass Mächtige vom Thron gestürzt werden. Kriege werden von Menschen vorbereitet und geführt, der Friede wird ebenfalls von Menschen vorbereitet und getan. Daher der Ruf: Lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens.

Im Friedensgebet bitten wir um den Geist Gottes „Sende herab deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.“ Darum zu bitten und Gedanken des Friedens zu fördern, ist Anliegen des Friedensgebetes. Das Gebet ersetzt nicht das Handeln. Zu erkunden, welche Schritte hilfreich sind, gehört ebenso dazu. Beten und Handeln sind Ausdruck der Solidarität.

Kommen Sie daher weiterhin samstags um 12.00 Uhr in die Schlosskirche zum Friedensgebet. Bleiben wir im Beten und solidarischen Handeln verbunden.

Für die ökumenische Initiative „Friedensgebet“  Werner Höbsch